Dienstag, 11. Juli 2017

Land Art / Naturkunst Teil 3: Ich glaub ich steh im Wald

Kunst in und mit der Natur - das ist eine Kunstform, die unsere Seele baumeln lässt. Die Schaffensfreude in einer wunderschönen Landschaft ist hierbei viel wichtiger als das Erschaffen eines womöglich perfekten Kunstwerks.

Dass das Werk an Ort und Stelle verbleibt und vielleicht sogar von einem Windstoß zerstört wird, bevor es außer uns jemand gesehen hat, befreit uns zusätzlich vom Druck des Perfektionismus.

Heute, im 3. Teil unserer kleinen Land Art Serie, gehen wir in den Wald.

Wenn man mit offenen Augen durch die Natur geht, mit Zeit, wachen Sinnen und vor allem mit der Lust, Naturkunst zu machen, findet sich meistens auch ein guter Platz samt Material.

Während eines Familienkurzurlaubs hatte ich (Bix) an einem Nachmittag Zeit für mich alleine und stromerte ziellos-entspannt auf dem Gelände unseres Ferienparks herum. Mein Weg führte durch einen kleinen Fichtenwald. Auf dem Waldboden wuchs nichts, was man hätte zertreten können, und so schlug ich mich bald querfeldein durch die Bäume. Der Boden war übersät mit Fichtenzapfen - und ich begann zu überlegen, was ich hier und jetzt und sofort damit tun könnte! Ich sah mich um. Außer den Fichten und ihren Zapfen gab es - neben herabgefallenen Ästen - eigentlich nichts. Also war klar: die Zapfen müssen irgendwie wieder an und auf die Bäume. Aber wie?

Das ist der Moment, genauer hinzusehen. An einigen Bäumen waren im unteren Bereich des Stammes kurze Reste von Astabbrüchen. Ich begann, Zapfen auf diese kurzen Stücke zu stellen. Es fand sich ein einsamer Stein, der irgendwie einen Weg in diesen Wald gefunden hat. Also: Stein auf den Ast - Zapfen auf den Stein. Das war ganz nett, aber geht da nicht noch mehr?

Einige Bäume standen sehr dicht nebeneinander, hatten gar 2 Stämme, die parallel wuchsen. Ich begann, Zapfen zwischen 2 Fichtenstämme zu klemmen. Das hielt mal gut mal weniger gut, es war ein wenig Geduld erforderlich. Aber letztlich sah es - finde ich - für "mal eben nebenbei" ziemlich gut aus!

So - und jetzt seid Ihr dran. ;-) Geht vor die Tür, sammelt ein wenig Naturmaterial und los geht's. Dazu eine Bitte: Ob Gras zum Verbinden von Ästen oder Blüten - arbeitet immer mit Bedacht, die Natur nicht zu zerstören und nicht zu viele Blüten, Blätter oder Beeren "abzurupfen".

Wir vom Kultur-Kreis freuen uns auf Eure Fotos im Kultur-Kreis-Fotoalbum unter der Rubrik "Fotografie" > "Street ART & Land ART". Zum Hochladen von Bildern musst Du registriertes Kultur-Kreis-Mitglied sein.


Text und Fotos: Birgit Bix Müffeler * www.obixjekte.de
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In lockerer Regelmäßigkeit möchten wir im Kultur-Kreis-Magazin über diese Kunstform berichten, selbst Naturkunst machen & Euch dazu anregen, es uns gleich zu tun.

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